Meine Kompositionen

Meine Kompositionen

Im Rahmen von Live-Auftritten werde ich häufiger gefragt, wie ich komponiere…

In der Regel gibt es einen Anlass bzw. ein Thema. Dies ist in den letzten Jahren häufig ein Gedicht von Thorsten Trelenberg, das ich mehrmals gelesen habe und nun vertonen möchte.

Da ich „Filmmusik ohne Filme“ komponiere, suche ich häufig im ersten Schritt einen nicht statischen Sound zur Erzeugung der gewünschten Athmosphäre aus einem meiner virtuellen Synthesizer.

Am häufigsten nutze ich hierfür Omnisphere, wofür ich sehr viele Soundbibliotheken habe. Großartig sind diese u.a. von The Unfinished und Audiority. Ich spiele den ausgesuchten Sound mit einem Midi-Keyboard ein und schaffe danach meist mit Ableton Live eine erste Struktur.

Der nächste Schritt hängt dann von meiner musikalischen Idee ab. Manchmal spreche ich den Text ein, den Thorsten später mal ersetzen muss. Oder ich spiele Klarinette, Saxofon, Bass, Akkordeon, … ein. Oder ich editiere einen Groove…

Immer wieder wird im Ableton Live neu strukturiert. Irgendwann bin ich dann zufrieden.

Ich arbeite eher spontan und habe die Workflows inzwischen ganz gut im Griff. Audioaufnahmen entstehen ebenfalls spontan mit einem Mikrofon EV RE20 über einen guten Digitalwandler RME Fireface UCX. Mein Rechner ist ein aktueller IMac.

Manchmal verschwindet der ursprüngliche Synthesizer-Sound wieder komplett aus der Komposition und die Aufnahme ist fast akustisch.

Die eigentliche Komposition (Phase 1) entsteht in der Regel an einem Tag. Es gibt dann einen ersten Export der Gesamtaufnahme, den sich dann meine Frau Kerstin mit mir meist sofort anhört. Thorsten bekommt später den Entwurf in ein gemeinsames Verzeichnis in der dropbox zum Anhören bereitgestellt.

Die Phase 1 erfolgt öfter auch unterwegs oder im Garten.

Es stimmt tatsächlich, dass 80 % eines Ergebnis 20 % Aufwand und die restlichen 20 %  80 % Aufwand bedeuten.

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In der Phase 2 erfolgt die musikalische Überarbeitung. Die Anregungen von Kerstin und Thorsten zur ersten Version werden meist berücksichtigt, weil sie mich „erden“. Audioaufnahmen werden erneuert. Sounds werden optimiert und editiert. Thorsten spricht das Gedicht final ein. Melodien, Rhythmus, Harmonien werden optimiert. Ein sehr mächtiges Programm in dieser Phase ist für mich Melodyne.  Diese Phase dauert häufig deutlich länger als die Phase 1.

Bevor die Komposition veröffentlicht wird, kommt die Phase 3 „Mastern“, die bei mir immer mehr an Bedeutung gewinnt. Hier arbeite ich mit Neutron für die Einzelspuren und Ozone für das eigentliche Mastern. Ich bemühe mich, dies mit zeitlichem Abstand zu machen, damit meine Ohren „frei“ sind.

 

Ich suche immer wieder neue Kompositionskonzepte, die auch live einsetzbar sind. So habe ich das DJ-Konzept einmal mit BPO im Rahmen des Whopper-Projekt probiert. Da gibt es aber noch viel Potential!

 

Kompositionen für BPO sind eher Auftragskompositionen, die entweder von Richard Ortmann oder von mir oder zusammen geschrieben werden.

 

Hier meine Kompositionen ohne Projektbezug:

Dirk Baxmann hatte u.a. einige meiner Kompositionen bei seinem produzierten Trailer verwendet: